Karl-Pollender-Stadtmuseum

 
Karl-Pollender-Stadtmuseum

Karl-Pol­len­der-Stadt­mu­se­um

Das Karl-Pol­len­der-Stadt­mu­se­um in Wer­ne ist zusam­men mit dem Archiv der Stadt im Alten Amts­haus von 1691 unter­ge­bracht. Neben Früh­ge­schich­te und Stadt­his­to­rie wird die Sim-Jü und eine sei­de­ne Kasel aus dem 13./14. Jahr­hun­dert beson­ders prä­sen­tiert.

Gebäude

1690 oder 1691 bau­te der bischöf­li­che Amts­rent­meis­ter von Bruch­hau­sen das ursprüng­li­che Gebäu­de zu sei­nem Wohn­sitz und Amts­haus aus. 1800 wur­de das Fach­werk größ­ten­teils ver­putzt, der Bau im Stil des Klas­si­zis­mus über­ar­bei­tet. Im 19. Jahr­hun­dert wur­de es von einem Pri­vat­mann erwor­ben und „Homann´sches Haus“ genannt. 1962 rich­te­te der Real­schul­leh­rer und Hei­mat­ver­eins­vor­sit­zen­de Karl Pol­len­der im Erd­ge­schoss ein ers­tes, klei­nes Muse­um ein, 1968 kam die „West­fä­li­sche Stu­be“ hin­zu. 1977-80 wur­de das Gebäu­de voll­stän­dig reno­viert und von da an als Stadt­mu­se­um und his­to­ri­sches Archiv genutzt. 2003 kamen der Anbau mit neu gestal­te­tem Ein­gangs­be­reich und der Muse­ums­gar­ten hin­zu.

Die klei­nen Fach­werk­häu­ser aus dem 14. Jahr­hun­dert rund um den Kirch­platz wur­den von den Bau­ern der Umge­bung als Spie­ker für den benach­bar­ten Markt und als Wär­me­häus­chen vor und nach dem Kirch­gang genutzt. 1586 wur­den die meis­ten beim dama­li­gen Stadt­brand zer­stört, das Fach­werk­haus Nr. 15 mit geschnitz­ten Blatt­mas­ken (von 1562) und das Fach­werk­haus Nr. 21 zwi­schen Kirch­hof und Rog­gen­markt (erbaut 1447) blie­ben erhal­ten. Letz­te­res gilt heu­te als eines der ältes­ten Klein­fach­werk­häu­ser West­fa­lens. Die Wär­me­häus­chen wur­den 2003 dem Muse­um ange­glie­dert.

Museum

Auf vier Eta­gen und fast 1.000 m² Flä­che zeigt das Muse­um die Stadt­ge­schich­te auf. Im Kel­ler ist eine kind­ge­recht auf­be­rei­te­te Dau­er­aus­stel­lung zur Vor- und Früh­ge­schich­te unter­ge­bracht. Im Erd­ge­schoss wird das mit­tel­al­ter­li­che Wer­ne, im ers­ten Ober­ge­schoss die wei­te­re Ent­wick­lung bis zur Neu­zeit prä­sen­tiert. The­men sind unter ande­rem die Land­wirt­schaft, ein Web­stuhl und ein Zim­mer aus der Kai­ser­zeit. Im zwei­ten Ober­ge­schoss sind Vor­trags- und Medi­en­räu­me, in denen Son­der­aus­stel­lun­gen, Vor­trä­ge und muse­ums­päd­ago­gi­sche Akti­vi­tä­ten statt­fin­den.

Eine Vitri­ne im Muse­um ist der west­fä­li­sche Schrift­stel­le­rin und ein­zi­gen Ehren­bür­ge­rin der Stadt, Anto­nie Jüngst gewid­met.

Die Kir­chenkan­zel mit vier Tafel­ge­mäl­den von 1890 aus der Chris­to­pho­rus Kir­che ist im Ein­gangs­be­reich auf­ge­stellt. Von hier gelangt man auch zum Gar­ten und zu den Wär­me­häus­chen.

In der West­fä­li­schen Stu­be befin­det sich die Son­der­aus­stel­lung zum Simon-Juda-Markt, kurz Sim-Jü genannt. Das bereits 1362 gewähr­te Markt­recht war für Wer­ne ein wich­ti­ger Schritt in Rich­tung Stadt­rech­te.

Im eigens dafür errich­te­ten Anbau wird die sei­de­ne Kasel, ein Pries­ter­ge­wand aus dem 13. bis 14. Jahr­hun­dert aus­ge­stellt. Sie wur­de 1995 von Archäo­lo­gen des Land­schafts­ver­ban­des in einem Grab beim Altar der Chris­to­pho­rus-Kir­che gefun­den. Nach einer län­ge­ren Restau­rie­rung ist sie inzwi­schen soweit wie­der her­ge­stellt, dass ihre Moti­ve (Pal­met­ten, Pini­en­zap­fen, Löwen- und Greif­vö­gel) gut erkenn­bar sind.

Lizenz

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 Veröffentlicht von am 17:27