Jüdischer Friedhof Werne

 
Eingang zum Friedhof

Ein­gang zum Fried­hof

Der Jüdi­sche Fried­hof Wer­ne befin­det sich an der „Süd­west­ecke“ der Alt­stadt von Wer­ne (Nord­rhein-West­fa­len) zwi­schen dem Schüt­ten­wall und Stadt­mau­er. Er ist jetzt ca. 700 m² groß, sei­ne ursprüng­li­che Grö­ße ist unbe­kannt. Heu­te befin­den sich auf dem Fried­hof noch 37 Grä­ber mit 35 Grab­stei­nen (Maze­wot).

Geschichte

Seit wann der Fried­hof der jüdi­schen Gemein­de als Begräb­nis­stät­te dien­te ist nicht zu bele­gen. Ein Rats­pro­to­koll der Stadt Wer­ne vom 23. Novem­ber 1698 bestä­tigt, dass die jüdi­sche Gemein­de von alters her ihren Fried­hof „auf dem Schüt­ten­wall“ besaß. 1779 erwei­ter­te die jüdi­sche Gemein­de den bereits bestehen­den Fried­hof, der Preis des zuge­kauf­ten Grund­stü­ckes betrug 25 Taler. Nach dem amt­li­chen Begräb­nis­re­gis­ter star­ben in Wer­ne von 1822 bis 1875 71 Per­so­nen jüdi­schen Glau­bens. Das letz­te Begräb­nis fand im Jah­re 1942 statt. Seit dem 21. März 1985 ist der Fried­hof als Bau­denk­mal geschützt.

Einzelheiten

  • Der ältes­te Grab­stein ist aus dem Jah­re 1702/1703. Am 22. Tam­mus 5463 (22. Juli 1703) starb eine Matchen, sie war Toch­ter des Men­achem. Auf dem rech­ten Teil die­ses Steins wird eine männ­li­che Per­son genannt. Sein Vater war Abra­ham. Ob die­se Per­son am 1. Tag des Wochen­fes­tes 1703 starb, geht aus der Inschrift des Stei­nes nicht her­vor.
  • Die hebräi­sche Grab­in­schrift besagt, dass am 5. Tam­mus 5634 (20. Juni 1874) eine Scha­lot­cha Ehe­frau des Isaak starb.
  • Am 25. Juni 1874 ver­starb laut dem Begräb­nis­re­gis­ter Char­lot­te Sil­ber­berg mit 45 Jah­re, ihr Ehe­mann war der Kauf­mann Isaac Ben­dix.
  • Am 17. Juli 1942 ver­starb Sofie Herz geb. Blu­men­thal, sie wur­de als letz­te Jüdin bestat­tet. Ihr Ehe­mann Phil­ipp ver­starb bereits am 6. April 1917. Wei­ter­hin trägt der Grab­stein den Namen ihrer Toch­ter Hele­ne bzw. Lena. Sie wur­de am 23. Febru­ar 1896 in Wer­ne gebo­ren und im KZ Ausch­witz ermor­det.

Lizenz

© Urhe­ber­recht für die Fotos auf die­sen Sei­ten bestehen bei Bern­hard Gro­ße-Drenkpohl.
Die­ser Arti­kel basiert auf dem Arti­kel Jüdi­scher Fried­hof Wer­ne aus der frei­en Enzy­klo­pä­die Wiki­pe­dia und steht unter der Dop­pel­li­zenz GNU-Lizenz für freie Doku­men­ta­ti­on und Crea­ti­ve Com­mons CC-BY-SA 3.0 Unpor­ted (Kurz­fas­sung). In der Wiki­pe­dia ist eine Lis­te der Autoren ver­füg­bar.
 Veröffentlicht von am 17:34

 Antworten

Du kannst diese HTML Tags und Attribute benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.